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Städel Wiedereröffnung


Städel Museum, Frankfurt, So, 26.02., 10-20 Uhr

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Kurator Martin Engler, Städelmuseum Frankfurt vergrößern

Kurator Martin Engler führt durch die neuen Ausstellungshallen im Städelmuseum, während die Bauarbeiter gerade an der Feineinstellung der Oberlichter arbeiten


Auf diesen Moment wartet die Kunstwelt: Das Städel eröffnet seinen spektakulären Anbau für die Gegenwartskunst. Kurator Martin Engler hat uns die neue Ausstellungshalle vorab gezeigt

Zwei Hebebühnen stehen im neuen Ausstellungsraum. Die Oberlichter müssen neu eingestellt werden. An der Wand entdecken wir Haken. Hier hingen sie schon, die spektakulären Meisterwerke der Gegenwartskunst aus der Städelsammlung - Bilder von Daniel Richter, Martin Kippenberger, Andy Warhol und vielen anderen Superstars der Kunst. Für sie wurde dieser Bau geschaffen. Die Architektur ist überwältigend: Die Decke der unterirdischen Halle wölbt sich nach oben, durch 195 kreisrunde Oberlichter fällt Licht in den Raum und lässt die Kunst glänzen.

Die neue Sammlungspräsentation ist das Werk von Martin Engler. Vor dreieinhalb Jahren kam der Kunsthistoriker ans Städel. Er führt uns durch die Kabinette, in denen seine Hängung schon abgeschlossen ist. "Wir wollen Geschichten erzählen", sagt er. Und er will neue Blickwinkel ermöglichen: In einem Raum mit informeller Malerei taucht zwischen Werken von Jean Fautrier, K. O. Götz und Emil Schumacher eine Fotografie von Wolfgang Tillmans auf. Farbspuren und Schlieren sind zu erkennen, entstanden ist das Bild ohne Kamera, in der Dunkelkammer des Fotografen. Vier Jahrzehnte liegen zwischen den Werken. "Die Kunst der Gegenwart ist in Bewegung, einen Kanon gibt es noch nicht", sagt Engler. Aber eine wunderbare neue Ausstellung.

>> Eröffnungswochenende am 25. und 26.2., 10-20 Uhr, Städelmuseum, Eintritt frei, Führungen zu jeder halben Stunde, staedelmuseum.de

5 Meisterwerke aus dem neuen Städel

Städelmuseum Frankfurt, Daniel Richter
Früher Punk, heute Kunststar: Daniel Richter gehört zu den wichtigsten jungen Malern Deutschland. Sein Gemälde "Horde" ist bedrohlich und faszinierend zugleich.

Städelmuseum Frankfurt, Martin Kippenberger
Klamauk, Ironie und Sprachwitz zeichnen die Kunst von Martin Kippenberger aus. In den 90er Jahren war er Professor an der Städelschule. Sein Werk "Zwei proletarische Erfinderinnen auf dem Weg zum Erfinderkongress" wurde von der Messe Frankfurt gestiftet.

Städelmuseum Frankfurt, Gerhard Richter
Er ist der berühmteste deutsche Maler der Gegenwart und wird weltweit verehrt: Die Bilder von Gerhard Richter spielen mit den Grenzen von Fotografie und Malerei. Der Offset-Druck "Betty" ist ein Porträt seiner eigenen Tochter.

Städelmuseum Frankfurt, Wolfgang Tillmans
Auch er hat früher an der Städelschule unterrichtet: Der deutsche Fotograf Wolfgang Tillmans ist mit gleich mehr eren Werken in der neuen Sammlungspräsentation vertreten - zum Beispiel mit seinem herausragenden Porträt von Supermodel Kate Moss.

Städelmuseum Frankfurt, Goethe von Andy Warhol
"Goethe in der römischen Campagna" von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein ist wahrscheinlich das beliebteste Gemälde aus der Städelsammlung. Mal gucken, ob der Siebdruck, den der Pop Art-Künstler Andy Warhol 1982 nach der Vorlage anfertigte, ihm den Rang ablaufen kann.

 
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