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Klassik

Götterdämmerung - Städtische Bühnen Frankfurt am Main


Oper Frankfurt, Frankfurt, Fr, 10.02., 17 Uhr

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Götterdämmerung - Städtische Bühnen Frankfurt am Main


Informationen des Veranstalters

Oper von Richard Wagner
Text vom Komponisten
In deutscher Sprache mit Übertiteln

»Zurück vom Ring!« Mit diesen Worten, den letzten nach rund 16 Stunden, stürzt sich Hagen, der »Nibelungen-Sohn«, in die Fluten des anschwellenden Flusses und wird von den Rheintöchtern in die Tiefe gezogen. Vieles geht zu Ende am Schluss dieses Werkes. Doch nicht alles geht unter. Siegfried stirbt. Brünnhilde wählt mit ihm den Tod aus freien Stücken. Gunther wird erschlagen. Hagen versinkt. Die Nornen verlieren ihr Wissen. Erda bleibt verstummt. Die Götter scheinen zu verbrennen. Erstmals aber tritt so etwas wie eine moderne »Gesellschaft« in Erscheinung. Und Alberich – Verkörperung von Machtgier und Liebelosigkeit – bleibt am Leben: Sein Prinzip wird als Gegenspieler für jede humanistische Absicht weiterbestehen.

Das Ebde des Rings des Nibelungen bleibt vielschichtig und offen. Walter Jens hat vor gut zwei Jahrzehnten die Frage als Aufgabe formuliert: »Endspiel oder wiederholte Eröffnung? Definitives Finale oder ›Transzendenz der Verzweiflung‹, die zu neuen Ufern führt, weil mit der Opferung auch die Welt zugrunde gegangen ist, die solche Opfer erzwang? Es macht das Faszinosum des Wagner’schen Ring, vor allem seines Schlusses, aus, dass die Fragen über die Antworten triumphieren: dass Wagner ein fünffach variiertes Angebot macht, um derart zu zeigen, wie offen für ihn selbst die Interpretation der Tetralogie gewesen ist – und wie sehr das Gespräch zwischen Feuerbach und Schopenhauer, ja zwischen Christus und Buddha in immer unerbittlicherem Fragen nach dem möglichen Sinn eines Endzeitalters weiterzugehen habe: zum Zeichen, dass es Aufgabe der phantasievoll provozierten Nachwelt sei, das Spiel weiterzuführen.«

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle
Regie: Vera Nemirova (2012)
Bühnenbild: Jens Kilian
 
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