Achtung Talent!
Die jungen Wilden
Achtung Talent! Wir stellen sieben Kultur-Newcomer aus Frankfurt vor, deren Namen Sie sich unbedingt merken sollten. Denn eins haben alle gemeinsam: Sie stehen kurz vor dem großen Durchbruch.
Tobias Rehberger, Marcel Reich- Ranicki, Hannelore Elsner, Bodo Kirchhoff und all ihr anderen Kultur- Schwergewichte aus Frankfurt: Zieht euch warm an! Denn die nächste Generation steht schon in den Startlöchern. Alina Bronsky zum Beispiel. Die Frankfurter Jungautorin schreibt bewegende Geschichten voller Leben und Humor und hat mit ihrem Debütroman "Scherbenpark" Kritik und Leser gleichermaßen begeistert. Oder: Hadi Khanjanpour, der auf der Bühne jeden Kollegen an die Wand spielt. Und: Att Poomtangon, Konzeptkünstler und Städelschüler, über dessen aktuelle Schau im Portikus zur Zeit die ganze Stadt spricht. Sie und vier weitere junge Wilde werden die Kulturszene schon bald für sich erobern. Wir verraten, warum man sie kennen muss, wie ihre Karriere weitergeht und warum sie Frankfurt lieben. Außerdem stellen wir die 100 wichtigsten Kulturtermine bis zum Jahreswechsel vor. Und - bei aller Liebe zur Frankfurter Kulturszene - ein bisschen meckern müssen wir auch: Im "Kulturwunschzettel" verteilen wir konstruktive Kritik.
Alina Bronsky, 30, Schriftstellerin
Woher wir sie kennen: "Scherbenpark", ihr Debütroman, erschien im vergangenen Herbst. Sofort wurde Alina Bronsky als neuer Shootingstar und Fräuleinwunder der deutschen Literatur gefeiert. Es folgte eine Nominierung für den Aspekte-Literaturpreis und die Einladung zum Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb. Zwar ging sie bei beiden Preisen leer aus, gewonnen hat sie trotzdem: eine Menge neuer Fans.
Warum man sie kennen muss: Weil sie es (wie die wenigsten deutschen Autoren) versteht, Literatur zu schreiben, die anspruchsvoll, aber gleichzeitig fesselnd und sehr unterhaltsam ist.
Unsere Zukunftsprognose: Für ihren zweiten Roman (erscheint im Herbst 2010) sahnt sie alle wichtigen Preise ab. Und: Demnächst kommt "Scherbenpark" in den USA heraus. Sollte Steven Spielberg das Buch in die Finger bekommen, wird er bestimmt einen Film daraus machen.
Warum sie nicht nach Berlin geht: "Je mehr ich unterwegs bin, desto mehr fühle ich mich hier zu Hause. Der Künstleranteil in meinem Umfeld ist ziemlich gering. Macht ja nichts."
Alina Bronskys Empfehlung für den Kulturherbst: "Im Moment bin ich sehr ins Schreiben vertieft. Aber die Schirn-Ausstellung ,Kunst für Millionen. 100 Skulpturen der Mao-Zeit' werde ich auf jeden Fall ansehen." (Alina Bronsky:"Scherbenpark" (Kiepenheuer & Witsch), www.scherbenpark.de)
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